Kokain (Koks, Crack), wasserlöslich


Herstellung: Kokain ist ein Produkt des Coca-Strauches (Erythroxylon) und wird heute in einem chemischen Extraktionsprozess gewonnen. Sein Hauptwirkstoff ist ein Methylester des benzoylierten Ekgonnins.

Crack ist die freie Base des Kokains und wird durch aufkochen von Kokain mit Backpulver hergestellt.

Herkunft: Am besten gedeiht der Coca-Strauch in feuchtwarmen Gebirgslagen in Südamerika (Peru, Bolivien, Kolumbien) und in den indonesischen Inseln.

Schon seit ca 5000 Jahren werden die Blätter des Coca-Strauches von den Inkas bei religiösen Zeremonien verwendet.

In Europa war Ende des 19. Jhd. eine erste Kokain-Welle zu beobachten.

Nach dem Krieg in den "tollen Zwanzigern" spielte Kokain in Europa eine große Rolle.

Seit den 80er Jahren avancierte Kokain vor allem zur Droge der "Schickeria", der Intellektuellen und Künstler.

Verwendung: Kokain wird meist als Pulver geschnupft oder seltener in Wasser aufgelöst intravenös injiziert.

Crack wird ausschließlich geraucht. Bis 1903 war Kokain ein Bestandteil von Coca-Cola.

Wirkung: Wirkdauer ist 1 bis 2 Stunden, Crack wenige Minuten

Nachweis im Harn: 2 bis 4 Tage

Suchtpotential und körperliche Schäden:

A. körperlich - mittel (Crack - hoch)

A. psychisch - hoch

Toxizität von Kokain liegt bei ca 1000 bis 1200 mg (30mg bei K-Idiosynkrasie).

Wegen seiner suchtbildenden Wirkung ist Kokain eines der gefährlichsten Rauschgifte, welches die Medizin neben dem Morphium und Heroin kennt.

Crack ist extrem suchtgefährdend und spielt bei der Verarmung und Verwahrlosung von Drogensüchtigen eine große Rolle.

Nach Abklingen des Rausches folgt eine schwere Depression, die meist mit einer weiteren Gabe der Droge kompensiert wird.

Bereits einmaliger Konsum von Kokain kann zu schwerer psychischer Abhängigkeit führen.

Durch Kokain kommt es zu einer Erhöhung der Körpertemperatur, der Herzfrequenz, der Muskelaktivität, zur Gefäßverengung und zu einem höheren Zuckergehalt im Blut.

Kokain wirkt antriebssteigernd und erhöht die Aggressivität.

Durch die gefäßverengende Wirkung von Kokain sind Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte, Arterienrisse, Schlaganfälle und Schädigungen der Hirnrinde sowie epileptische Anfälle zu beobachten.

Kokain ist ein sehr gefährliches Rauschgift, welches Halluzinationen, Angstzustände, Aggressivität und Psychosen hervorrufen kann.


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