Erfahrungsberichte


Erfahrungsberichte über Entzüge und Therapien:

Hallo zusammen,
ich bin 30 Jahre und kann mich noch sehr gut an meinen ersten Entzug erinnern! Meine erste Entwöhnung habe ich in der Valduna in Rankweil gemacht. Ich war so ca. 18 Jahre alt. Ich machte dort ein Morphiumentzug und es ging am Anfang sehr gut, außer die Kreislaufgymnastik war mir mit der Zeit ziemlich übrig, da es ja mit einem nach einer Weile auch körperlich Berg ab geht während des Entzugs. Aber wie auch überall gibt es auch in der Valduna Regeln die man einhalten muss. Je mehr man mitgemacht hat, desto mehr bedeutete das für die Ärzte und Pfleger, dass man motivierter dazu ist eine Entwöhnung zu machen! Man hat einen Therapieplan bekommen den man so gut es ging einhalten musste! Wie gesagt, am Anfang ging es noch ziemlich gut den Therapieplan einzuhalten. Jedoch die Motivation um zu turnen verlor ich ziemlich schnell, da es mir körperlich zuviel wurde! Mich hat man mit dem Morphium viel zu schnell heruntergesetzt und mich mit Neuroleptika „(Nozenan)“ „ruhig“ gestellt, so dass auch meine Mutter zu mir sagte, dass man mit mir nicht reden könne da ich immer weckschlafen und fantasieren würde! Auch ich fühlte mich irgendwie als wäre ich ein Roboter! Ich persönlich finde, dass es aber auch schon von Motivation zeigt, wenn man sich überhaupt anmeldet für einen Entzug! Ich kann bezüglich der Valduna nicht sehr viel positives hinzufügen da ich der Meinung bin, dass sich die Ärzte das nicht so zu Herzen nehmen und auskennen wie sie es eigentlich sollten!
Natürlich kann ich es auch begründen: Man hat mich nach kürzerster Zeit runter dosiert, nach Ende der dritten Woche bekam ich schon kein Morphium mehr, außer was zum schlafen, aber was anderes gab es nicht! Obwohl ich Entzugssymptome hatte und es mir nicht gut ging! Und nach der vierten Woche hieß es dann von den Ärzten, dass ich es geschafft hätte, obwohl ich immer wieder sagte, dass ich körperliche Beschwerden habe. Dennoch wurde ich entlassen und nach Hause geschickt!!! Ich habe diesen Entzug nicht geschafft, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte und mit sehr vielen positiven Gedanken rauf gegangen bin!!!


Mein Name ist Lucky,
bin 50 und davon 30 Jahre auf Drogen. Alles begann mit einer harmlosen Party am Bodensee. Viel Alkohol und ich mit 15 Jahren war fasziniert von den verschiedenen Drogen, die je später der Abend wurde aus den Hosentaschen gewandert sind. Wie ich heute weiß, waren es nur weiche Drogen, so wie Gras, Haschisch usw. Sie wurden rumgereicht und ich wollte mich nicht dagegen stellen. Nach ein paar Zügen war ich richtig am Ende. So, der Einstieg war geschafft. Kurz danach viel mein Interesse an härtere Drogen so wie Heroin, Kokain, Morphium die ich gleich „IV“ ,auch Intravenös genannt, genommen habe. Da das Ganze ja nicht gratis war (am Anfang schon bis du abhängig bzw. „drauf“ bist) ging es in die nächste Phase. Dealen, abzocken (die unwissenden) usw.! Summa summarum Geldstrafen/Gefängnis. Nach jedem Gefängnisaufenthalt ging ich drogenfrei zum Tor hinaus und fühlte mich super, da ich nämlich einen freiwilligen Entzug in der Zwischenzeit gemacht habe. Ca. eine Stunde später und der Rückfall war wieder da, dass Wort „NEIN“ gab es in meinem Wortschatz nicht mehr. Mehrere Kalte Entzüge die ich dazwischen gemacht habe endete im totalen Dilemma. Immer ein Auf und Ab. Wie gesagt, 30 Jahre auf Droge und noch kein Ende in Sicht. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Kann ja sein, dass ich meine Finger von den Drogen lasse! Ich wünschte mir selber nichts mehr auf dieser Welt auch ein „Drogenfreies leben führen zu können.


Hallo ich bin Daniela (Name wurde geändert)! Ich bin Anfang 30. Mit 14 Jahren habe ich das erste mal Drogen ausprobiert, natürlich war es dort in meinem Alter noch nicht so leicht an illegale Drogen zu kommen. Vor allem an die härteren Drogen sowie Heroin, Kokain usw. Ich habe mit 14 Jahren durch einen „Kollegen“, der ebenfalls Heroinsüchtig war, mein erstes Heroin bekommen. Für mich war Cannabis keine Einstiegsdroge. Auch nicht Alkohol. Irgendwie finde ich auch nicht, dass Cannabis immer noch die typische Einsiegsdroge ist! Meiner Meinung nach sind Exctasy, Pillen usw. mittlerweile eher zu Einstiegsdrogen geworden! Da er selber schon älter war und schon Heroinabhängig war, kam er besser als ich an die Drogen heran. Das heißt, ich habe ihm das Geld mitgegeben und ihm die hälfte vom Heroin davon dann abgeben. Mein Kollege hat mir dann dabei geholfen es her zu richten und hat es mir dann auch ohne weiteres betteln gleich gespritzt!!! Ich wusste nur, dass man einen Löffel, Wasser und Ascorbinsäure braucht aber wie es funktioniert wusste ich damals noch nicht. Heute glaube ich, dass er es mir nur holte, weil er selber was brauchte und es mir auch deshalb gleich gespritzt hat und mich nicht gewarnt hat. Ich kann mich noch so gut an mein erstes Mal erinnern. Irgendwie hatte ich Angst, da ich auf einem Friedhof auf ihn gewartet hatte und es mir unheimlich vorkam. Irgendwie fraß mich die Neugierde fast auf! Was da wohl auf mich zu kommen würde? Ich habe halt beim Friedhof auf ihn gewartet. Als er dann endlich kam, wusste ich nicht, ob ich ihm sagen soll, dass ich es mir anders überlegt habe und doch nicht wolle! Irgendwie hatte ich dann auch Angst vor dieser dicken Nadel und dem Ganzen drumherum, aber ich traute mich keinen Rückzieher zu machen da ich mir dachte, dass er mich dann auslachen würde und mich blöd von der Seite aus anreden könnte. Na ja, also hab ich es dann halt auch genommen und es fühlte sich so warm an, und irgendwie auch leicht, als ob ich auf Wolken ging, ich fühlte mich einfach superspitze!!! Jedoch hielt dieses Gefühl nicht lange an. Denn ich habe dann einige Wochen fast täglich Heroin genommen, da ich jemanden kennen lernte der auch dazumal auf Heroin war. Also war es kein Problem, es war immer ein Heroin da! Bis ich merkte, dass ich das Heroin brauchte und es jetzt wirklich zu spät war. Ich hatte Streit mit meinen Eltern, da ich fast nie in der Nacht nach Hause kam und mich dann auch tagelang nicht mehr blicken ließ. Meine Mutter hatte mich in der Nacht gesucht, mich nach Hause geholt, oftmals von der Polizei oder Gendamarie suchen lassen. Sie wollte nur das beste für mich und hat sich von überall Rat geholt! Ich war noch sehr jung und meine Mutter wollte helfen, tat dafür auch alles. Auch ich konnte es nicht mehr mit ansehen wie meine Mama wegen mir leidet und hatte Angst davor, dass mein jüngerer Bruder alles mitbekommen würde. Dies hätte ich mir nie so schnell verzeihen können! Schließlich machte ich zu Hause, meiner Mutter zuliebe, einen Entzug! Meine Mama und ich gingen zum Arzt um Medikamente zu holen damit es mir nicht allzu schlecht ging. Sie meinte es gut mit mir und machte mir während des Entzugs kleine Geschenke oder kaufte mir geile Klamotten! Als ich es dann fast geschafft hatte und ich Richtung Feldkirch fuhr hat es angefangen zu kribbeln und ich wusste, dass alles wieder von vorne beginnen würde. Das hatte es dann auch, leider! Meine Eltern waren sehr enttäuscht, aber ich wusste von dort an, dass ich einen Entzug mache will den ich für mich mache und nicht für jemanden anderen, denn wenn das der Fall ist dann wird es nicht klappen wenn an einen Entwöhnung zu liebe eines anderen Menschen macht!!!


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